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04Dez

Der Erfolg der «Big Tech Five» Google (Alphabet), Amazon, Facebook, Apple und Microsoft GAFAM beruht auf gut nachvollziehbaren Geschäftsmodellen

Technologie | News | 0 Comments | | Return| 04.12.2020|

Die «Big Tech Five» Google (Alphabet), Amazon, Facebook, Apple und Microsoft GAFAM sind derzeit rund um den Globus die erfolgreichsten Unternehmen und trotz Coronakrise Börsenrenner auf Höchstniveau. Sie machten ihre Gründer zu den reichsten Männern der Welt, welche die Erben von Traditionsvermögen bei Weitem abtrockneten. Das Erstaunliche: Der Erfolg der Techgiganten beruht überwiegend auf recht einfachen und gut nachvollziehbaren Geschäftsmodellen.

 

Google (Alphabet) lebt von Werbeeinnahmen

Oberste Mission von Google (Alphabet) ist es, für alle mit dem Internet verbundenen Menschen der Welt das gesamte Wissen und alle Informationen der Menschheit leicht zugänglich und nutzbar zu machen. Deshalb sind viele Googleapplikationen wie die Googlesuche, Google Maps, Googleübersetzer oder Gmail frei verfügbar. Damit das möglich ist, braucht es Geld. Dieses wird hauptsächlich durch den Verkauf von Werbeflächen eingenommen. Der Grossteil davon sind gezielte Anzeigen bei den relevanten Suchergebnissen der Suchmaschine. Daneben gibt es Anzeigen in Google-eigenen Produkten sowie auf Webseiten und Apps von Partnern.

 

Amazon ist der grösste Onlinemarktplatz und ein gigantischer Cloudanbieter

Amazon hat sich vom digitalen Buchhändler zum grössten Onlinehandelsplatz der Welt entwickelt. Neben Amazon selbst bieten dort tausende von Onlinehändlern im Rahmen der strikten Amazonregeln und Abläufe alle erdenklichen Produkte an. Bei der Entwicklung seines Geschäfts wurde Amazon informationstechnologisch immer besser und baute riesige eigene Serverinfrastrukturen auf. Daraus entstand das zweite grosse Standbein von Amazon: die Amazon Web Services AWS, die den Unternehmen und Organisationen flexible Computerressourcen aus der Cloud anbieten. 2019 erzielten die wachsenden Clouddienste von Amazon Web Services AWS bereits einen Jahresumsatz von rund 40 Milliarden Dollar.

 

Facebook betreibt eine Plattform für eine datengetriebene personalisierte Werbung

Im Mittelpunkt des Geschäftsmodells von Facebook steht das akribische Sammeln von Daten über die Milliarden von Facebooknutzerinnen und Facebooknutzern. Daraus entstand die weltbeste Plattform für personalisierte Werbung. Je besser Facebook seine Mitglieder kennt, desto besser kann das Soziale Netzwerk den Unternehmen, Organisationen und politischen Parteien Anzeigen verkaufen, die dank Künstlicher Intelligenz zielgenau auf den Bildschirmen der angepeilten Zielgruppe landen. Diese Zielgruppen können sehr fein definiert werden, zum Beispiel: Verheiratete Akademikerinnen in Zürich mit einem Monatseinkommen über 6000 Franken, die Wohneigentum besitzen, in den letzten vier Monaten beim Onlinehändler Schuhe gekauft haben und in deren Freundeskreis ein Geburtstag ansteht.

 

Apple baute ein Applesches Ökosystem mit hohen Mauern darum

Das Geschäftsmodell von Apple entstammt der «Old Economy»: Aussergewöhnlich gute und laufend weiterentwickelte Produkte herstellen, diese periodisch in stets leicht verbesserter Version sehr teuer verkaufen und immer mehr Kundinnen und Kunden davon abhängig machen. Die «Neue Zürcher Zeitung» hat das Erfolgsmodell von Apple in etwa so beschrieben: Natürlich stehen hinter dem Apple-Geschäftsmodell noch andere Erfolgsfaktoren, wie nach wie vor eine gewisse Innovationsfähigkeit, das Design und die Qualität der Produkte, eine äusserst effizient gestaltete Produktionskette sowie geschicktes Marketing. Doch die stets erfolgreichen Geschäftszahlen zeigen es immer wieder: Die Tatsache, dass Apple, gemessen am Börsenwert, der wertvollste Konzern der Welt ist, liegt wesentlich begründet in den Mauern um das Applesche Ökosystem, das aus verschiedenen Produkten wie Smartphones, Uhren, Computer und Gadgets dazu in Kombination mit digitalen Angeboten wie Apps, Musik und Filmen besteht. Die Mauern werden umso höher, desto mehr Angebote und Produkte der davon abhängige Kunde von Apple konsumiert und desto länger dies geschieht. Und: Bei Apple gibt es nichts kostenlos gegen den Austausch von Daten: Für alles muss bezahlt werden – und der Kunde liefert seine Daten völlig kostenlos ab.

 

Microsoft wandelt sich zum Cloudanbieter und Softwareabonnementsverkäufer

Microsoft wandelt sich erfolgreich vom Softwarelizenzverkäufer mit Quasimonopolen in den Bereichen der Computerbetriebssysteme und Büroproduktivitätssoftware zum Cloudanbieter und zum Verkäufer von Softwareabonnementen. Im Zentrum stehen dabei die weltweit von immer mehr namhaften Unternehmen genutzte Microsoft-Azure-Cloud sowie die Softwareabonnemente für «Office 365» sowie für die Enterprise Resource Planning (ERP)-Suite «Dynamics 365». Dieser den Trends in der Informationstechnologie entsprechende Wandel zum Cloudanbieter und Softwareabonnementsverkäufer mit dauerhaften Zahlungseingängen verspricht für Microsoft eine erfolgreiche Zukunft.


 

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